Was heißt hier Karriere?

Von einer Karriere träumen viele, doch nur wenige Menschen gelingt es tatsächlich, ihre Träume verwirklichen. Zunächst müssen Sie sich fragen, was es eigentlich heißt, Karriere zu machen?

Karriere kann nur ein persönliches Ziel sein, dass Sie sich setzen und an dessen Verwirklichung Sie (hart) arbeiten. Hiermit wird umrissen, dass Ihre Karriere von Ihren persönlichen Gegebenheiten und Anstrengungen abhängig ist. Viele Menschen wären gerne ihr eigener Chef, scheuen aber letztendlich die Verantwortung und die Risiken, die eine Selbständigkeit mit sich bringt.

Sie müssen sich darüber bewusst sein, dass Karriere mit Kosten verbunden ist. Diese Kosten bestehen zum Beispiel aus eingeschränkter Freizeit (Familienleben), aus einem Mehr an psychischer und physischer Belastung, höherer Flexibilität und Mobilität.

Nicht jeder kann Karriere machen, aber jeder kann versuchen, sein berufliches Umfeld zu verbessern, seine Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit zu erhöhen und Schritte zu seinem beruflichen Fortkommen zu realisieren. Aus diesem Grunde verabschieden wir uns an dieser Stelle von dem "märchenhaften" Karrierebegriff und formulieren dies etwas bodenständiger als "Berufliches Selbstmanagement" (BSM).

Unter BSM verstehen wir die Art und Weise, wie Sie Ihren beruflichen Einstieg / Aufstieg selbst planen und realisieren. BSM ist eine Art Werkzeug, um Ihren beruflichen Erfolg zu schmieden. Dabei folgen wir den Grundlagen des betrieblichen Qualitätsmanagements, d.h. wir begreifen beruflichen Erfolg als einen das gesamte Arbeitsleben begleitenden Verbesserungsprozess.

1. Überblick verschaffen

1. Überblick verschaffen

Es gibt eine ungeahnte Fülle an Publikationen, Software, Links (auf unseren Seiten erhalten Sie eine gefilterte Auswahl) über die Art und Weise, wie Sie beruflichen Erfolg und Lebensglück erreichen sollen.

Die ganze Sache hat nur einen Pferdefuß: Die wirklich erfolgreichen Menschen haben ihr Ziel in den seltensten Fällen durch diese Tippsammlungen erreicht; es ist wie bei den Goldgräbern, verdient haben am Ende diejenigen, die den Schürfern die Ausrüstung verkauft haben.
Hüten Sie sich daher vor großartigen Versprechungen und zum Teil ziemlich gesalzenen Beratungs-Honoraren – der Schlüssel zu Erfolg oder Misserfolg sind vor allem anderen Sie selbst.
Der Ausgangspunkt jeder Handlungskette im beruflichen Entscheidungsprozeß ist es, sich einen Überblick zu verschaffen über:

  • persönliche Erwartungen
  • eigene Neigungen und Interessen
  • die berufsspezifischen und –übergreifenden Anforderungen
  • vorhandenes Wissen
  • externe Unterstützung (z.B. Fortbildungen)
  • Informationsquellen

2. Situation analysieren – Ihre Ist-Analyse

2. Situation analysieren – Ihre Ist-Analyse

Wenn Sie beruflich vorankommen wollen, sollten Sie genau Bescheid wissen, über Ihre Aufgaben, Ihr persönliches Potential, mögliche Probleme und Ihr Umfeld. Um dies zu erreichen, müssen Sie die verschiedenen Situationsmerkmale – Ihren Ausgangspunkt analysieren: Analysieren Sie kritisch Ihre gegebenen Arbeitsaufgaben, d.h. fragen Sie sich,

  • Welche Bedeutung hat die einzelne Arbeitsaufgabe für Sie / für das Unternehmen?
  • Welche Dringlichkeit kommt der Aufgabe zu?
  • Wie viel Zeit benötigen Sie zur Aufgabenerledigung?
  • Wozu dient die Aufgabenlösung letztendlich?

Durch eine qualitative und quantitative Analyse, die sich über mindestens ein Vierteljahr erstrecken sollte, erreichen Sie vor allen Dingen, eine Sensibilisierung im Hinblick auf den Zusammenhang von angestrebten Zielen und der Erledigung von Aufgaben.

Dies trägt im gegebenen Arbeitsumfeld darüber hinaus zu einer "angemessen" Aufgabenerledigung bei. Der nächste Analysepunkt ist eine Inventur Ihres bisherigen Berufsweges. Werden Sie sich klar über Ihre persönlichen Stärken und Schwächen. Seien sie dabei ehrlich zu sich selbst: Wenn sie heute vor manchen Schwächen die Augen verschließen, werden Sie wahrscheinlich eines Morgens mit einem Magengeschwür aufwachen. Es macht darüber hinaus keinen Sinn, irgendwann die Stufe der eigenen Unfähigkeit zu erreichen, wie es Raymond Hull in seinem teilweise satirisch verfassten Buch Das Peter Prinzip erläutert, denn spätestens dann wird Karriere zum Alptraum.

Werden Sie sich darüber klar,

  • welche Qualifikationen Sie bisher erworben haben,
  • welche davon dem aktuellen Stand entsprechen, d.h. vermarktbar sind
  • welche vielleicht aufgefrischt werden müssen
  • welche bei ehrlicher Betrachtung nicht mehr vorhanden sind,
  • welche sie ausbauen wollen,
  • was Sie anzubieten haben – Ihren Marktwert.

Analysieren Sie aber nicht nur Ihr fachliches Können, sondern seien Sie sich bewusst, dass sich dieses nur auf der Basis von sogenannten SOFT-Skills (z.B. Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstein, Kommunikationsfähigkeit, Zielstrebigkeit etc.) entfalten kann. Diese Merkmale werden nicht umsonst auch als Schlüsselqualifikationen, bezeichnet, da Sie Ihnen erst die Türen zu den angestrebten Positionen öffnen.

Im Rahmen unserer Potentialanalysen lernen Sie eigene Qualifikationsprofile zu erstellen, auszuwerten und mit gegebenen Anforderungsprofilen abzugleichen.

3. Ein Ziel setzen - Ihr Sollkonzept

3. Ein Ziel setzen - Ihr Sollkonzept

"In den Tag hineinzuleben", kann nicht der Sinn des Lebens sein. Deswegen setzt man sich die verschiedensten Ziele und strebt deren Erreichung an. Hierbei gilt es, ziemlich allgemein gehaltene Ziele, wie z.B. beruflichen Aufstieg zu konkretisieren, um an ihrer Erreichung arbeiten zu können.

Das Bestimmen von solch konkreten Zielen und die Entwicklung von Realitätskriterien, an denen diese Ziele gemessen werden können, ist der Dreh- und Angelpunkt des BSM. 

4. Der Weg zum Ziel – die Planungsphase

4. Der Weg zum Ziel – die Planungsphase

Haben Sie Ihr Ziel formuliert, so sind zu dessen Erreichung Wege abzustecken, Probleme zu erkennen und zu beseitigen, bzw. Alternativen aufzuzeigen.
Betrachten Sie realistisch, was Sie bisher erreicht haben und was Sie erreichen wollen. Verzagen Sie nicht, wenn Ziele nicht getroffen wurden. Gehen Sie ein paar Meter näher an die Zielscheibe, d.h. versuchen Sie das Ziel erreichbarer zu machen, indem Sie Teilziele formulieren.

Denken Sie langfristig: Manch einfaches oder über kurze Wege erreichbares Ziel (z. B. "viel Geld verdienen") erweist sich langfristig als "ein Schuss in den Ofen" (körperliche Belastung, fehlende Qualifikation, keine Arbeitsplatzsicherheit etc.) Planen Sie die Zielerreichung durch die Entwicklung einer persönlichen Strategie (z.B. "sich unentbehrlich machen", Wechsel der Abteilung, Erwerb von Fachwissen in Zukunftstechnologien, etc.), und entwerfen Sie Alternativpläne.

5. Verzetteln Sie sich nicht

5. Verzetteln Sie sich nicht

Suchen Sie sich Helfer – Stimmen Sie sich ab

Auch wenn Sie Ihre Ziele alleine planen und zu realisieren versuchen, vergessen Sie nie, dass Sie nicht alleine auf der Welt existieren. Ihre Ziele sind dauerhaft nur zu erreichen, wenn Sie von anderen mitgetragen werden (Familie, Chef, Freunde).

Und indem Sie über Ihre Ziele und deren Erreichung mit anderen sprechen (solange Sie keine eigenen Geschäftsgeheimnisse ausplaudern), werden Sie in Ihrem Urteil sicherer, entdecken Schwächen, bekommen Hilfe bei der Suche und Entwicklung von Lösungswegen. Sie vergeuden weniger Zeit, weil Sie nicht als Einzelkämpfer jede missliche Erfahrung selber machen müssen.

6. Zielvorgaben realisieren - Entscheidungen treffen

6. Zielvorgaben realisieren - Entscheidungen treffen

Sie haben Ihr Ziel fundiert bestimmt, geprüft und für erreichbar befunden. Was bringen die schönsten Ziele und Ideen zu deren Erreichung, aber auch die rein gedankliche Planung konkreter Schritte, wenn diese dann doch nicht in die Realität umgesetzt werden?

In der Praxis erweist es sich, ob die gewählten Wege begehbar sind und ob die Planung realistisch ist. Ohne Datenerhebung, Zielsetzung, Entwicklung und Planung von Lösungswegen, ohne den Überblick über mögliche Ergebnisse Ihres Tuns und Handlungsalternativen wird sie die Praxis kalt erwischen.

7. Zielerreichung kontrollieren

7. Zielerreichung kontrollieren

Prüfen Sie sich immer wieder, ob der eingeschlagene Weg noch stimmt, ob sich das Umfeld vielleicht geändert hat, ob die Kosten nicht vielleicht zu hoch sind, ob Sie Ihre Teilziele erreicht haben, etc.

8. Ergebnisse dokumentieren

8. Ergebnisse dokumentieren

Schreiben Sie sich auf, was Sie erreicht haben. Das hilft Ihnen immer wieder neu zu überdenken, was Sie eigentlich wollten und was Sie bisher erreicht haben. Es ermöglicht Ihnen neue Ziele und Wege dorthin abzustecken und verhindert, dass Sie wieder "einrosten". Schließlich können Sie dem entscheidenden Gegenüber dokumentieren, was Sie zur Gestaltung Ihrer beruflichen Zukunft unternommen haben und was Se persönlich zu bieten haben.