Alpha-Kurs für Menschen mit Migrationshintergrund

Erst wenn grundlegende Sprachkenntnisse in Kombination mit elementaren Fertigkeiten der Grundbildung vorhanden sind, ist eine echte Teilhabe an der deutschen Gesellschaft ermöglicht. Deshalb werden Zuwanderer gefördert, die Beherrschung der Schriftsprache zu erwerben. Bedeutsam ist der Erwerb dieser Fähigkeiten aber nicht nur für die Teilnehmenden selbst, sondern auch für deren Kinder. Indem die Eltern Zugang zur (Schrift)Sprache erhalten, sind ihnen erheblich mehr Möglichkeiten gegeben, die eigenen Kinder zu fördern. Nachfolgend Auszüge aus dem bundesweit gültigen Konzept des BAMF im Überblick.

Sie kommen aus einem Kriegsland. Ihre Flucht war ein großer Schritt und verändert Ihr Leben. Der Neuanfang ist schwer. Beginnen Sie jetzt, erlernen Sie die deutsche Sprache. Das ist für Ihre Zukunft sehr wichtig. Wir unterstützen Sie auf diesem Weg!

Inhaltliche Schwerpunkte

Der Alphabetisierungskurs richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund, die schriftunkundig sind und das Lesen und Schreiben erlernen wollen, nachfolgend als Analphabeten (primär und funktional*  siehe untenstehende Definition lt. BAMF) beschrieben. Die Teilnehmenden werden innerhalb von maximal 1245 Unterrichtseinheiten (UE) an das Ziel der funktionalen Alphabetisierung möglichst nah herangeführt. Gleichzeitig werden Deutschkenntnisse vermittelt. Die Gewichtung im Kurs stellt sich so dar:

  • sprachliche Förderung: ca. 25–30%
  • schriftsprachliche Förderung: ca. 25–30%
  • Förderung der Lernerautonomie: ca. 25–30%
  • Weiteres, etwa Förderung der interkulturellen Kompetenz oder der Medienkompetenz: ca. 5–10%

Wir nehmen natürlich die Gruppe, in ihren jeweiligen Möglichkeiten und Gegebenheiten zur Grundlage unserer Themen- und Trainingsgewichtung.

Teilnehmerkreis:

Als Zielgruppe werden Migranten und Migrantinnen angesprochen, die gemäß § 4 Abs.1 IntV teilnahmeberechtigt sind und der Besuch eines allgemeinen Integrationskurses oder eines für spezielle Zielgruppen eine Überforderung darstellt. Es fehlen schriftsprachliche Fähigkeiten oder diese sind nicht ausreichend vorhanden. Zum Verständnis: Analphabeten werden in unterschiedliche Kompetenzprofile eingeteilt:

  • primäre Analphabeten, sie besitzen auch in der Muttersprache geringe Sprachkompetenz, z.B. kurzer Schulbesuch im Heimatland
  • funktionale Analphabeten, sie vermeiden die Sprach- und Schriftverwendung, weil sie unsicher in der Anwendung sind
  • Zweitschriftlerner, sie sind im nicht-lateinischen Schriftsystem alphabetisiert

* Quelle: Konzept BAMF: Als funktional alphabetisiert wird ein Mensch bezeichnet, wenn er durch seine Lese- und Schreibkompetenzen die schriftsprachlichen Mindestanforderungen seines (Berufs)Alltags bewältigen kann. Als funktionale Analphabeten werden hingegen Menschen bezeichnet, die „[…] aufgrund unzureichender Beherrschung der Schriftsprache und/oder aufgrund der Vermeidung schriftsprachlicher Eigenaktivität nicht in der Lage sind, Schriftsprache für sich im Alltag zu nutzen“ Döbert-Nauert (1985, 5).

Kursziele

Der Kurs soll zum übergeordneten Ziel führen, d.h. den erfolgversprechenden Besuch eines anschließenden Integrationskurses.

  • Kursziel des Alphabetisierungskurses: Sprachniveau A2.2
  • Mindestziel für primäre Analphabeten: Sprachniveau A2.1
Abschluss und Zertifikate

Sprachtest „Deutsch-Test für Zuwanderer DTZ  Niveau A2/B1“
Bundeseinheitlicher Test zum Orientierungskurs

Gruppengröße

Höchstteilnehmerzahl: 12 Personen

Zugangsvoraussetzungen – Einstufungsverfahren

Ob die Teilnahme an einem Alphabetisierungskurs notwendig ist, wird im Einstufungsverfahren für die Integrationskurse festgestellt. Der darin integrierte Alpha-Baustein ermöglicht die grundsätzliche Feststellung von vorhandenem Alphabetisierungsbedarf und eine Zuordnung zu den drei Hauptzielgruppen des Alphabetisierungskurses.

Dauer – Zeitlicher Förderumfang

Der Alphabetisierungskurs gliedert sich in 9 bzw. 12 Kursabschnitte mit jeweils 100 UE und den Orientierungskurs mit 45 UE.Wochenstundenzahl

  • Basis-Alpha-Kurs 300 UE
  • Aufbau-Alpha-Kurs A 300 UE
  • Aufbau-Alpha-Kurs B 300 UE
  • Aufbau-Alpha-Kurs C (Wiederholerförderung) 300 UE
  • Orientierungskurs 45 UE

Teilnehmerbezogene Grundförderung: 945 UE
Individuell mögliche maximale Förderdauer: 1245 UE
Wochenstundenzahl: maximal 25 UE

Finanzielle Förderung

Die finanzielle Förderung für Migranten und Migrantinnen, die gemäß § 4 Abs.1 IntV teilnahmeberechtigt sind, erfolgt über das BAMF.

Lehrgangsorte und Kontakt:

Saarland – Neunkirchen, Saarbrücken, St. Wendel
IBBV Saarland

Kurstermine

werden in Kürze bekannt gegeben

Alpha-Kurs für Menschen mit Migrationshintergrund

Erst wenn grundlegende Sprachkenntnisse in Kombination mit elementaren Fertigkeiten der Grundbildung vorhanden sind, ist eine echte Teilhabe an der deutschen Gesellschaft ermöglicht. Deshalb werden Zuwanderer gefördert, die Beherrschung der Schriftsprache zu erwerben. Bedeutsam ist der Erwerb dieser Fähigkeiten aber nicht nur für die Teilnehmenden selbst, sondern auch für deren Kinder. Indem die Eltern Zugang zur (Schrift)Sprache erhalten, sind ihnen erheblich mehr Möglichkeiten gegeben, die eigenen Kinder zu fördern. Nachfolgend Auszüge aus dem bundesweit gültigen Konzept des BAMF im Überblick.

Inhaltliche Schwerpunkte

Der Alphabetisierungskurs richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund, die schriftunkundig sind und das Lesen und Schreiben erlernen wollen, nachfolgend als Analphabeten (primär und funktional*  siehe untenstehende Definition lt. BAMF) beschrieben. Die Teilnehmenden werden innerhalb von maximal 1245 Unterrichtseinheiten (UE) an das Ziel der funktionalen Alphabetisierung möglichst nah herangeführt. Gleichzeitig werden Deutschkenntnisse vermittelt. Die Gewichtung im Kurs stellt sich so dar:

  • sprachliche Förderung: ca. 25–30%
  • schriftsprachliche Förderung: ca. 25–30%
  • Förderung der Lernerautonomie: ca. 25–30%
  • Weiteres, etwa Förderung der interkulturellen Kompetenz oder der Medienkompetenz: ca. 5–10%

Wir nehmen natürlich die Gruppe, in ihren jeweiligen Möglichkeiten und Gegebenheiten zur Grundlage unserer Themen- und Trainingsgewichtung.

Teilnehmerkreis:

Als Zielgruppe werden Migranten und Migrantinnen angesprochen, die gemäß § 4 Abs.1 IntV teilnahmeberechtigt sind und der Besuch eines allgemeinen Integrationskurses oder eines für spezielle Zielgruppen eine Überforderung darstellt. Es fehlen schriftsprachliche Fähigkeiten oder diese sind nicht ausreichend vorhanden. Zum Verständnis: Analphabeten werden in unterschiedliche Kompetenzprofile eingeteilt:

  • primäre Analphabeten, sie besitzen auch in der Muttersprache geringe Sprachkompetenz, z.B. kurzer Schulbesuch im Heimatland
  • funktionale Analphabeten, sie vermeiden die Sprach- und Schriftverwendung, weil sie unsicher in der Anwendung sind
  • Zweitschriftlerner, sie sind im nicht-lateinischen Schriftsystem alphabetisiert

* Quelle: Konzept BAMF: Als funktional alphabetisiert wird ein Mensch bezeichnet, wenn er durch seine Lese- und Schreibkompetenzen die schriftsprachlichen Mindestanforderungen seines (Berufs)Alltags bewältigen kann. Als funktionale Analphabeten werden hingegen Menschen bezeichnet, die „[…] aufgrund unzureichender Beherrschung der Schriftsprache und/oder aufgrund der Vermeidung schriftsprachlicher Eigenaktivität nicht in der Lage sind, Schriftsprache für sich im Alltag zu nutzen“ Döbert-Nauert (1985, 5).

Kursziele

Der Kurs soll zum übergeordneten Ziel führen, d.h. den erfolgversprechenden Besuch eines anschließenden Integrationskurses.

  • Kursziel des Alphabetisierungskurses: Sprachniveau A2.2
  • Mindestziel für primäre Analphabeten: Sprachniveau A2.1
Abschluss und Zertifikate

Sprachtest „Deutsch-Test für Zuwanderer DTZ  Niveau A2/B1“
Bundeseinheitlicher Test zum Orientierungskurs

Gruppengröße

Höchstteilnehmerzahl: 12 Personen

Zugangsvoraussetzungen – Einstufungsverfahren

Ob die Teilnahme an einem Alphabetisierungskurs notwendig ist, wird im Einstufungsverfahren für die Integrationskurse festgestellt. Der darin integrierte Alpha-Baustein ermöglicht die grundsätzliche Feststellung von vorhandenem Alphabetisierungsbedarf und eine Zuordnung zu den drei Hauptzielgruppen des Alphabetisierungskurses.

Dauer – Zeitlicher Förderumfang

Der Alphabetisierungskurs gliedert sich in 9 bzw. 12 Kursabschnitte mit jeweils 100 UE und den Orientierungskurs mit 45 UE.Wochenstundenzahl

  • Basis-Alpha-Kurs 300 UE
  • Aufbau-Alpha-Kurs A 300 UE
  • Aufbau-Alpha-Kurs B 300 UE
  • Aufbau-Alpha-Kurs C (Wiederholerförderung) 300 UE
  • Orientierungskurs 45 UE

Teilnehmerbezogene Grundförderung: 945 UE
Individuell mögliche maximale Förderdauer: 1245 UE
Wochenstundenzahl: maximal 25 UE

Finanzielle Förderung

Die finanzielle Förderung für Migranten und Migrantinnen, die gemäß § 4 Abs.1 IntV teilnahmeberechtigt sind, erfolgt über das BAMF.

Lehrgangsorte und Kontakt:

Saarland – Neunkirchen, Saarbrücken, St. Wendel
IBBV Saarland

 

Kurstermine

werden in Kürze bekannt gegeben

Sie kommen aus einem Kriegsland. Ihre Flucht war ein großer Schritt und verändert Ihr Leben. Der Neuanfang ist schwer. Beginnen Sie jetzt, erlernen Sie die deutsche Sprache. Das ist für Ihre Zukunft sehr wichtig. Wir unterstützen Sie auf diesem Weg!